Konstruktion mit natürlichen Materialien

Am Beispiel des Baus von Trockensteinmauern kann gezeigt werden, was Kreislaufwirtschaft, Baukultur, traditionelle Konstruktionsweisen oder natürliche Materialien, kurz nachhaltiges Bauen, bedeutet.

Trockensteinmauern werden ohne Mörtel gebaut und sind unbehandelt. Die Steine werden aus derselben Geländekammer beschafft. Damit wird einerseits dem ästhetischen Aspekt Rechnung getragen, andererseits den ökologischen Ansprüchen der vorkommenden Tiere und Pflanzen. Zusätzlich werden lange Transportwege vermeiden. Das Bauwerk kann bei Schäden modular saniert werden. Zerfällt es am Ende seiner Lebensdauer, kann das Material direkt wieder für das Erbauen der nächsten Mauer genutzt werden (siehe Schweizerischen Verbands der Trockensteinmaurer SVTSM).

Unbehandelte Materialien für eine lange Lebensdauer

Je weniger ein Baustoff verarbeitet und behandelt wird, desto einfacher kann er wieder dem Bauprozess zugeführt werden, ohne an Qualität einzubüssen (re-use). Bei unbehandelten Materialien können wir eher davon ausgehen, dass sie keine beeinträchtigenden Einflüsse auf die Gesundheit der Gebäudenutzenden haben. Bei (zusammengesetzten) Baustoffen ist darauf zu achten, dass sie möglichst getrennt demontiert und in ihre Einzelteile zerlegt werden können. Somit können sie nach Möglichkeit wiederverwendet, rezykliert oder wo nötig dem Abfall zugeführt werden. Die Eco-Bewertung für Bauprodukte erlaubt eine Einschätzung der Umweltauswirkungen von Baumaterialien.

Weiterbildungen zum Thema gesundes und nachhaltiges Bauen finden Sie hier:

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