Wie kommt Neues in die Welt?

In den letzten Wochen wurde der Alltag der meisten Menschen auf den Kopf gestellt: sei es, weil wir Gewohnheiten unterlassen müssen – oder weil wir zusätzliche oder andere Tätigkeiten auf uns nehmen. In den Medien verfolgen wir das Krisenmanagement, das für einmal uns selbst betrifft, mal resigniert, mal verblüfft, mal mit Interesse. Krisen müssen bewältigt werden, das ist uns allen klar. Doch eine Krise ist nicht nur der Höhepunkt einer gefährlichen Situation, sondern ebenso sehr auch Wendepunkt mit Wandlungspotenzial – die Entscheidsituationen, die heute und in den nächsten Monaten auf uns zukommen, sollten wir nutzen, um die weitere Entwicklung aktiv und nachhaltig mitzuprägen. 

©Christian Mulle

Mit dem Neuen, das uns in dieser speziellen Zeit konfrontiert, müssen wir einen Umgang finden: vieles davon ist zerstörerisch für Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen, Vereine und andere Gemeinschaften. Gleichzeitig befinden wir uns alle in beschleunigten Lernprozessen: wir kennen die neuen Hygienevorschriften und wenden sie an, wir erfinden täglich neue Arbeitsweisen und Abläufe und erwerben Kompetenzen in der Welt der virtuellen Kommunikation. Und damit sind gleich mehrere Bedingungen erfüllt, damit Neues in die Welt kommen kann: Altes verschwindet, Systeme brechen auf und wir wachsen mit der Herausforderung über uns selbst hinaus.  Neuartige Angebote von Restaurants, Musikern, Künstlern und Kirchen, die in den letzten Tagen vermeintlich aus dem Nichts entstanden, zeugen davon. Wissenschafter gehen heute davon aus, dass tiefgreifender Wandel nicht nur auf den Einfällen von einzelnen Genies beruhen, sondern durch kollektive Schöpfung entstehen. In Zeiten von «social distancing» kann das sowohl Herausforderung wie auch Chance sein. 

Den Schwung des Wandels festigen

Wichtig ist, dass wir Quellen der Kreativität hüten bzw. neugestalten. Niemand kann sich über längere Zeit in einem unsteten Umfeld kreativ entfalten und den Raum finden, um Gelerntes zu festigen. Für Arbeitgeber ist es wichtig, jetzt gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden neue Routinen zu finden und zu pflegen. Ebenso wichtig ist es für uns alle, auch das Privatleben so zu organisieren, dass wir aus der Regelmässigkeit die Kraft finden, uns weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch das Innehalten und Horchen – als Organisation und Individuum – um Verbliebenes und Verändertes zu prüfen und daraus Neues zu schaffen.  

©Christian Mulle

Das sanu-Team macht sich derzeit Gedanken dazu, wie wir unsere Kunden und Partner während der Corona-Krise und darüber hinaus unterstützen können – auch wir werden uns wandeln, um auf die neuen Bedürfnisse einzugehen. Dabei legen wir im Moment ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung von Organisationen und Einzelpersonen im Umgang mit den Auswirkungen der Krise, sei es mit Beratungen oder integriert in unsere laufenden Kurse. Unser breites Netzwerk kommt uns dabei zugute – so profitieren wir wie auch alle unsere Partner direkt vom kollektiven Lernprozess. 

Darüber hinaus beschäftigen wir uns aber jetzt schon damit, welche Kompetenzen EntscheidungsträgerInnen und Mitarbeitende von Behörden, Unternehmen und Organisationen brauchen, um aus der Krise heraus Neues zu schaffen – für eine nachhaltige Zukunft. 

©Christian Mulle

Unsere Innovationen

Dazu haben wir gemeinsam mit Christian Mulle von walkout neben den bewährten Kursen verschiedene Angebote speziell entwickelt, die im Zusammenspiel mit dem virtuellen Kontakt via Internet Streifzüge in die Natur vorsehen – dem Raum, wo wir zur Ruhe kommen und unser ganzes Potential entfalten können. Im kreativen Wechselspiel kommen dabei analoge und digitale Elemente zum Zug und ermöglichen eine intensive Lernerfahrung.  

Gut geerdet – mit Rückenwind:  

Der Kurs bietet einen Lernraum, um die ganz persönlichen Potentiale, die in dieser Zeit der Krise schlummern, zu wecken. Was gibt mir Zuversicht und Vertrauen? Welche Beziehungen sind mir wichtig und wollen gepflegt sein? Wie kann ich meine Zukunft aktiv gestalten? Jedes Modul ist aufgeteilt in eine 3 stündige online Session und eine angeleitete Naturerfahrung. Zum Kurs

Gemeinsinn entwickeln: 

Der Kurs richtet sich an Verantwortungsträger in Organisationen, Unternehmen oder im Gemeinwesen. Eine vertiefte Selbstreflexion, Arbeit mit der Theorie U von Otto Scharmer und die Bearbeitung eines konkreten, individuellen Praxisprojekts bilden die Inhalte dieses Lernraumes. Jedes Modul ist aufgeteilt in eine 3 stündige online Session und eine angeleitete Naturerfahrung. Zum Kurs

Feuer Dialoge: 

In diesem Angebot treffen wir uns am «digitalen Lagerfeuer». Rund ums Feuer versammeln sich die Ratsuchenden um Geschichten auszutauschen und gemeinsam aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Das seit Menschengedenken. In dieser «Nicht-alltäglichen Atmosphäre» rund ums Feuer entsteht eine besondere Qualität des Dialogs. Dreimal zu drei verschiedenen Themen. Die Angebote können auch einzeln gebucht und besucht werden. Zum Kurs

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *